Wiederaufnahme

Der Brandner Kaspar schaut ins Paradies

Volksstück von Joseph Maria Lutz

Der Theater-Hit vom „Stoa“ noch dreimal indoor!

 

Es war der Erfolg der Open Air - Saison 2019 im Rosenheimer Raum:

Die Inszenierung der „alten“ Brandner – Fassung vom Theater Herwegh (Bairische Komödie Wasserburg) im Edlinger Amphitheater am Stoa.

 

Die Co-Regisseure Jörg Herwegh, Constanze Baruschke und Steps Lossin entschieden sich bewusst nicht für die heute bekanntere Kurt Wilhelm-Fassung aus dem Jahre 1974, die durch die unvergleichliche Langzeit-Inszenierung im Münchener Residenztheater populär wurde.

 

Sie wählten die erdigere, ohne Rokoko-Himmel-Schnickschnack auskommende Theaterfassung von Joseph Maria Lutz (1934), in der es viele ernste und ehrliche Töne gibt. Der von Gerd Niedermayer brillant gespielte Boanlkramer ist anfänglich alles andere als lustig. Wenn er die kranke Frau vom Brandner zur Ewigen Ruh geleitet oder dessen Söhne tot vom Schlachtfeld am Bergisel abholt, kämpft der Zuschauer mit den Tränen.

Umso lustiger wird es, wenn der von Jörg Herwegh dargestellte renitente Kaspar Brandner um sein Leben kämpft und den Boanlkramer mit Kerschengeist gefügig macht. Der bayerische Humor löst den Ernst in befreiendem Lachen auf. Wieder kommen dem Zuschauer Tränen.

In einer der vielen Mails, die das Wasserburger Theaterbüro erhielt, schrieb ein Zuschauer: „Ganz, ganz, ganz große Klasse!!! Selten so stimmungsvolles, rührendes und witziges (alles gleichzeitig!) Theater gesehen.“

 

Nun legt das Wasserburger Theater im November dreimal nach. Die Haager Bühne präsentiert den Wasserburger „Brandner Kaspar“ im großen Haager Bürgersaal als Gastspiel. Da die Zusammenarbeit mit den Haager Theaterern sehr gut klappt, erweitert Jörg Herwegh einige Szenen und baut die Haager Bühnen-Haudegen Gabi Preuß, Johanna und Hans Furch ein.

Jörg Herwegh: „Für uns alle eine ideale Lösung, da wir ohne das Ambiente des faszinierenden Findlings inmitten des Amphitheaters die gleiche Wirkung erzielen wollen. Nun bauen wir um und fügen neue Figuren ein, die in dieser „Brandner“-Fassung auch die geschichtlichen Hintergründe der Napoleonischen Kriege und die gesellschaftlichen Lebensumstände im frühen Königreich Bayern auf dem Lande dem heutigen Zuschauer aufzeigen.

 

Freitag, 15., und Samstag, 16. November 2019 um 20 Uhr, Sonntag, 17. November, bereits um 15 Uhr im Bürgersaal Haag, Münchener Straße 36.

 

Karten im Vorverkauf gibt es bei Blumen Hangl in der Haager Hauptstraße 19 sowie in der Buchhandlung Fabula in der Wasserburger Ledererzeile 23 oder direkt über die Homepage www.theater-herwegh.de

Die Plätze im Saal sind fest nummeriert. Es wird ein Catering mit Getränken und kleiner Speisenkarte angeboten.

 

Aus der Kritik im OVB:

"Das Theater Herwegh zeigt am Stoa in Edling eine Inszenierung des Brandner Kaspars in der Theaterfassung von Joseph Maria Lutz. Regisseur Jörg Herwegh lässt die Bayern-Tümelei weg und erzählt eine authentische Geschichte in authentischer Sprache.

Edling – Dass unser Bayernland das Paradies sein muss, gilt nicht nur für das Fremdenverkehrsamt als ausgemacht. Wer hier ist, will nicht wieder weg. Auch nicht, wenn der Tod zur letzten Reise einlädt. Wenn man doch noch ein paar Jahre mehr heraushandeln könnte… Wir Bayern wissen spätestens seit Franz von Kobell und seiner Erzählung „Gschicht vom Brandner Kaspar“, dass das möglich ist. Und seit Kurt Wilhelm am Residenztheater einen Jahrzehnte lang auf dem Spielplan stehenden Theaterdauerbrenner aus der verrückten Story geschnitzt hat, ist der „Brandner Kaspar“ zum bayerischen Nationalhelden aufgestiegen. Umgeben von barocker Gloriole steht das Schlitzohr, das den Tod – respektive den Boandlkramer – mit Kirschgeist abfüllt und dann beim Kartln betrügt, für das ultimative bayerische Lebensgefühl, verbunden mit der respektvollen Anerkennung: A Hund is er scho.

Zurück zu den Wurzeln

Wenn nun Jörg Herwegh und sein Theater den Brandner Kaspar in der Theaterfassung von Joseph Maria Lutz erneut ins Paradies schauen lässt, dann entkernt er die Geschichte sozusagen, indem er alle weißblauen Klischees vermeidet.... Wenn da die handelnden Personen in der Originaltracht von 1807 auftreten und ausstattungsmäßige Kargheit herrscht, hat man als Zuschauer das Gefühl, eher einem alten Schwarzweiß-Film beizuwohnen. Da ist nichts aufgesetzt, nichts Effekthascherisches, sondern schlichte Authentizität."

 

Theaterbüro Herwegh

Bahnhofsplatz 10,

83512 Wasserburg am Inn

Tel. 0174 9796191

Email: info@theater-herwegh.de

Impressum

Datenschutz

  • Facebook Social Icon
  • Instagram Social Icon
  • JHerwegh

© 2019 Theaterbüro Herwegh

Edith 1